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Editorial - Ausgabe 6 - Juni 2012

Liebe Leserinnen und Leser,

 

je tiefer man in das komplexe Thema „artgerecht“ einsteigt, umso schwerer fällt die Entscheidung, das Richtige zu tun.

 

Plötzlich steht man vor der Aufgabe, Verantwortung für sein Tier übernehmen zu müssen. Das ist neu und muss gelernt werden, denn Jahrzehnte lang wurden ja fertige Lösungen angeboten. Den Tierhaltern wurde erklärt, sie könnten die Verantwortung den Fachleuten übertragen, Bauern, Technikern, Futterherstellern und Veterinären, weil all die es besser wüssten. Das war bequem und wurde dankbar angenommen.

 

In einer artgerechten Versorgung muss sich die Komplexität der Natur widerspiegeln und so, wie in der Natur alles im Fluss ist, müssen auch die Entscheidungen ständig dem Individuum und der Situation angepasst werden. Das ist nun nicht mehr bequem, aber das Wohlbefinden der Tiere, ihre Lebensfreude und Leistungsbereitschaft belohnen dafür täglich.

 

Inzwischen ist bei vielen Tierhaltern ein Bewusstseinswandel eingetreten. Sie haben bemerkt, dass es vielen Tieren gar nicht gut geht trotz angeblich bester Bedingungen. Überwiegend sind es die Frauen, die sich dem System der Verantwortungslosigkeit verweigern und bereit sind, selbst wieder die Verantwortung für ihr Tier zu übernehmen.

 

Wie erleben Sie das? Wie denken Sie darüber? Was verstehen Sie unter artgerecht? Schreiben Sie uns, wir sind gespannt auf Ihre Meinung und freuen uns, an Ihren Gedanken teilhaben zu dürfen.

 

Ihre fröhlich-nachdenkliche

artgerecht-Redaktion