Das 1x1 für artgerechte Haltung, Ernährung, Pflege und Behandlung
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2. artgerecht-Symposium, 13. - 15.09.13
Tagungsprogramm des Symposiums jetzt online!

Liebe Leserinnen und Leser,

 

wir freuen uns sehr, dass sich bereits so viele Teilnehmer für unser diesjähriges artgerecht-Symposium angemeldet haben, das unter dem Motto steht: "Durch besseres Wissen Fehler vermeiden!". Seien Sie dabei und profitieren Sie von den aktuellen Themen, hochkarätigen Referenten und spannenden Ansätzen! Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit mit sehr interessanten ausstellenden Unternehmen detaillierte Gespräche zu führen. Die aktuelle Übersicht der Aussteller stellen wir Ihnen ab dem 11.08.2013 hier zur Verfügung

 

Datum

Freitag, 13.09. bis Sonntag, 15.09.2013

 

Ort

Wir freuen uns, in der Mitte Deutschlands in dem 4-Sterne Wellness- & Tagungshotel Aqualux in Bad Salzschlirf einen so passenden Rahmen für das Symposium gefunden zu haben. Frei nach dem Motto "Wisse & Wellness" ... Erfahren Sie mehr unter www.aqualux.de.

 

Teilnahme-Gebühr

Der Unkostenbeitrag für das 2. artgerecht Symposium
beträgt 348,– Euro und beinhaltet

  • 2 Übernachtungen im Aqualux mit Vollpension
  • Tagungsgetränke und Verpflegung
  • Tagungsunterlagen

 

Tagungsprogramm

 

Unsere diesjährigen Themen und Referenten

  • Die Säure-Basen-Balance als Baustein für Gesundheit
    Susan Bär, Energetische Therapeutin – Osteopathie

    Auch im tierischen Organismus kann die Säure-Basen-Balance aus dem Gleichgewicht geraten. Wie sprechen dann von „Übersäuerung“, die es so eigentlich nicht gibt. Wir sehen aber die Folgen: Die energetische und informelle Schwingungsregulation stimmt nicht mehr. Das Tier wird krank.
    Der „Säurestau“ blockiert das System: Nährstoffe oder gegebene Mittel wirken kaum. Symptome werden zum Feind, was aber vielmehr als Hilferuf des „inneren Arztes“ gesehen werden kann: „Ich brauche Unterstützung, sonst gerät die Grundregulation immer stärker aus dem Gleichgewicht.“

    In diesem Vortrag erläutere ich Ihnen mögliche Hinweise auf eine „Übersäuerung" und dass sie viele Gesichter haben kann. In vielen Fällen führt erst eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher Verfahren zum Erfolg, d.h. zurück in die Grundregulation, in die Säure-Basen-Balance. Ich werde Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie die Selbstheilung des Tieres sowohl in akuten Krankheitsphasen, als auch bei chronischen Beschwerden sinnvoll unterstützen können.

 

 

  • Warum Wölfe keine Allergien haben
    Dr. Vera Biber, Tierärztin und Buchautorin

    In meinem Vortrag möchte ich den Unterschied zwischen Canis lupus und Canis familiaris erklären und was diese Verschiedenheiten für die Gesundheit unserer Hunde ausmachen. Diese betrifft nicht nur ihr körperliches, sondern auch ihr mentales und seelisches Wohlergehen. Inwieweit können oder sollten wir als betreuende Menschen ihrem Wolfsbedürfnis nachkommen? Existiert dieses überhaupt noch? Am meisten haben sich vom Wolf zum Hund Innenhaltung und Ernährung verändert. Auf Letzteres möchte ich schwerpunktmäßig eingehen.

 

 

  • "EMS & Cushing – Zivilisationskrankheiten der Pferde"
    Dr. Christina Fritz, Diplom-Biologin 

    Jahr für Jahr werden mehr Pferde mit "Cushing" diagnostiziert, einer noch vor 50 Jahren äußerst seltenen Krankheit. Für den Pferdehalter oft eine fatale Diagnose, heisst das doch teure Medikamententherapie und immer wiederkehrende Symptomschübe. Auch eine ganz neue Krankheit ist vor ein paar Jahren aufgetreten, das EMS, manchmal auch als Insulinresistenz oder Pferdediabetes bezeichnet. Auch hier stehen Tierärzte und Pferdehalter weitgehend ratlos davor, da über die Hintergründe beider Krankheiten bisher wenig bekannt ist. Meist wird versucht, die Symptome zu therapieren, ohne eine nachhaltige Verbesserung der Krankheit zu erreichen. Frau Dr. Fritz erläutert in diesem Vortrag auf die von ihr gewohnte, verständliche Art und Weise die komplexen biochemischen Hintergründe beider Erkrankungen. Denn in den meisten Fällen sind sowohl EMS als auch Cushing auf Störungen im Hormonsystem zurück zu führen, die aber etwas komplexer sind als nur "Hypophysenadenom" oder "Diabetes". Da sich im Hormonsystem alle mitspielenden Hormondrüsen gegenseitig beeinflussen, ist das Verständnis für die Mitspieler und deren Abhängigkeiten der Schlüssel, um EMS und Cushing nachhaltig zu therapieren. Die Störungen in den Stoffwechselabläufen und die Zusammenhänge zwischen EMS, Insulinresistenz, (Pseudo-)Cushing und den Haltungs- und Fütterungsbedingungen werden ebenso erläutert wie mögliche Therapieansätze, die sich in der Praxis bewährt haben.

 

  • Selenmangel – was steckt dahinter?
    Dr. Christina Fritz, Diplom-Biologin 

    Jeder Pferdehalter und Therapeut kennt mittlerweile die Blutbilder, in denen Selenmangel diagnostiziert wird. Meist wird dann die naheliegende Erklärung herangezogen, dass dies an den selenarmen Böden läge. Verschwiegen wird dabei, dass seit über zehn Jahren praktisch alle Kraftfutter und Mineralfutter für Pferde mit Selen angereichert werden und dadurch ein Selenmangel bei "normal" gefütterten Pferden eigentlich gar nicht möglich ist. Auch die Anreicherung von Düngemitteln mit Selen wird nicht erwähnt, was zu einer schleichenden Selen-Anreicherung in unseren Böden und damit im Grundfutter der Pferde führt. Und komplett unerwähnt bleibt die Tatsache, dass bei Selen der Grad zwischen Wirkung und Gift extrem schmal ist. Denn schon Mengen, die noch nicht als toxisch eingestuft werden, führen zu schleichenden Stoffwechselstörungen. So wird ein Zusammenhang zwischen einer ständigen Selenzufütterung und Arthrose bei jungen Pferden, Nervenschäden, Insulinresistenz ("Pferdediabetes"), Schilddrüsenerkrankungen und Kryptopyrrolurie diskutiert. Kleines Spurenelement, großer möglicher Schaden. Dieser Vortrag erläutert die Hintergründe zur Diagnose "Selenmangel" und setzt diese ins Verhältnis mit den übrigen Werten des großen Blutbildes. Therapiemaßnahmen für solche Pferde abseits der üblichen "Selenpräparate" werden anhand von Beispielen erläutert. Denn der sichtbare Selenmangel zeigt meist nur, dass im Stoffwechsel etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Anhand der Symptome und der anderen Blutwerte kann eingegrenzt werden, was den sichtbaren Mangel verursacht. Kennt man die Ursache, kann man diese therapieren und bleibt nicht beim Symptom stehen.

 

  • Salz – vom Weißen Gold zum Weißen Gift
    Dr. Frauke Garbers, Biologin 

    Ohne Salz ist kein Leben möglich. Wasser und Salz sind die Bausteine des Lebens.
    Wasser gilt als Lebensmittel Nr.1, den gleichen Stellenwert hat das Salz!
    Diese Erkenntnis hatten die Menschen offenbar schon vor Tausenden von Jahren, weshalb Salz auch „Weißes Gold“ genannt wurde. Salz wurde wie ein Schatz gehütet und kriegerisch bekämpft. Wer das Salz hatte, besaß die Macht!

    Salz besitzt viele sehr wichtige Funktionen im Körper der Pferde und Hunde (und der Menschen): Es ist von wesentlicher Bedeutung für die Regulation des Wasserhaushaltes (löst z.B. Durstempfinden aus), spielt eine zentrale Rolle im Säure-Basen-Haushalt und bewirkt u.a. die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln.
    Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entstand alles Leben aus dem Urmeer. Davon zeugt  die  Übereinstimmung der Salzkonzentration (1%-ig)  im Blut der Säugetiere (Menschen, Pferde, Hunde usw.) und der Salz-Wasserkonzentration im Urmeer (0,9%). Auch das Fruchtwasser besteht aus einer 37’ C warmen, 1%-igen  Sole (Salz-Wasser-Flüssigkeit). Die Sole bildet die Grundlage des werdenden Lebens. Selbst Vitamine und Eiweißbausteine entwickeln sich aus dem Wasser und Salz. Bei diesem Salz handelt es sich allerdings nicht um unser übliches Tafelsalz (auch Kochsalz oder Speisesalz), sondern um Kristallsalz. Dieses Salz enthält alle 92 Elemente des Periodensystems (mit Ausnahme der Edelgase), die in bioverfügbarer Form vom Organismus aufgenommen werden können.
    Naturbelassenes Kristallsalz hat – im Gegensatz zu der zelltoxischen Wirkung des raffinierten, chemisch behandelten Tafelsalzes – neben der genannten stoffwechselphysiologischen Bedeutung eine heilende Wirkung und ist mittlerweile auch schulmedizinisch anerkannt (z.B. bei Atemwegserkrankungen, Hautproblemen, Allergien, usw.).
    Pferde und Hunde benötigen für das optimale Funktionieren aller Zellfunktionen ausreichend Salz. Ihr Salzbedarf ist   von der körperlichen Leistung und dem damit verbundenen Wasserverlust abhängig.
    Es stellt sich die Frage, mit welcher Art Salz das Futter ergänzt werden sollte, denn die im Handel erhältlichen Lecksteine (für Pferde) bestehen z.T. aus reinem gesundheitsschädlichem Kochsalz.

 

  • Ätherische Öle in der Tierheilkunde
    Manfred Heßel, Diplom-Ökologe

    In speziellen Öldrüsen produzieren viele Pflanzen stark duftende, flüchtige Stoffe von sehr komplexer Zusammensetzung: die ätherischen Öle. Diese Vielstoffgemische sind gut löslich in Fett und Alkohol.
    Ätherische Öle selbst hinterlassen beim Verdampfen keinen Fettfleck. Sie haben meist einen für ihre Stammpflanze charakteristischen Duft.
    Diese flüchtigen Vielstoffgemische schützen die Pflanzen vor Keimen, Pilzen und Fressfeinden. Sie wirken gleichzeitig auch als Botenstoff, z. B. um bestäubende Insekten herbeizulocken.
    Ätherische Öle sind aus vielen verschiedenen chemischen Verbindungen zusammengesetzt. Unter anderem enthalten sie: Terpene, Sesquiterpene, Alkohole, Aldehyde, Phenole, Esther, aromatische Verbindungen. Da sie kein Fett enthalten, verdampfen reine ätherische Öle immer rückstandsfrei. Im Wasser sind sie beinahe unlöslich (hydrophob). Wegen ihrer geringen Dichte bilden sie auf dem Wasserspiegel meist eine schwimmende Schicht. Darum werden sie zu Tees oder zu Bädern mit emulgierenden Zusätzen wie Milch, Honig oder auch Salz gegeben.
    Aromatherapie
    Der Begriff Aromatherapie ist nicht geschützt und wird sehr vielfältig genutzt. In der Medizin und Tiermedizin versteht man unter Aromatherapie den systematischen therapeutischen Einsatz rein pflanzlicher ätherischer Öle, die innerlich und äußerlich, sowie olfaktorisch genutzt werden.
    Die nachhaltige antimikrobielle Wirkung der ätherischen Öle ist gut erforscht und beruht auf ihrer hohen Komplexität. Mikroben bleiben gegenüber den komplexen Gemischen der ätherischen Öle besonders anfällig, sie sind nicht in der Lage, dagegen Resistenzen zu bilden. Neben der antimikrobiellen Wirkung zeichnen sich ätherische Öle durch ihre fungizide, also Pilze bekämpfende, und ihre Viren hemmende Wirkung aus.
    In dem Symposiums-Vortrag werde ich auf einzelne Inhaltsstoffe und ihre Wirkungsweisen eingehen. Verschiedene Pflanzen werden beispielhaft vorgestellt, die daraus gewonnenen ätherischen Öle besprochen und die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten erläutert.

 

  • Haltungsbedingte Zahnprobleme beim Pferd – und deren Auswirkungen auf die Biomechanik 
    Souel Maleh, Tierarzt und 1. Vorsitzender der IGFP

    In den letzten 15 Jahren hat die Pferdezahnmedizin in Deutschland eine Renaissance erlebt. Pferdezähne sind ähnlich wie die Hufe einem steten Abrieb und Nachschieben aus dem Zahnfach unterlegen. Daraus resultiert, dass evtl. vorliegende Fehlabriebe einmal jährlich nachkorrigiert werden müssen.
    Ähnlich wie bei den Hufen, ist der Fehlabrieb begünstigt durch Haltungs- und Fütterungsfaktoren, welche nicht dem natürlichen evolutionären System entsprechen.
    Ebenso zeigt der Anspruch der Pferdebesitzer in Bezug auf die Leistung unterschiedlichste Ansprüche, welche direkte, als auch indirekte Auswirkung auf den Zahnabrieb haben.
    Der Vortrag soll dem Pferdebesitzer einen Einblick geben, welche Zahnprobleme beim Pferd durch die geforderten Leistungen entstehen und welche Auswirkung Fütterung, Fütterungsmanagement und Haltung auf den Zahnabrieb haben.

 

  • Wie aus Liebe zum Tier Krankheiten entstehen
    Mechthilde Prester, Tierheilpraktikerin und 1. Vorsitzende im „Ältester Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands - seit 1931 e.V.“

    Viele Tierbesitzer wollen nur das Beste für ihr Tier und vertrauen dabei auf die Werbung von Futtermittelherstellern und Pharmazie, sowie auf die Aussagen ihrer Tierärzte. Warum das in vielen Fällen aber negative Folgen für die Haustiere hat, erklärt die Tierheilpraktikerin Mechthild Prester in ihrem Vortrag.
    Wichtige Themen für den verantwortungsbewussten Tierbesitzer sind beispielsweise die Ernährung, die Impfung, Parasitenprophylaxe und die Behandlung von Krankheiten. Über das Thema „Gesundheit“ macht sich der engagierte Tierbesitzer dagegen oft erst Gedanken, wenn das Tier krank ist. Dabei ist es gerade das Wissen um den Erhalt der Gesundheit, welches an erster Stelle stehen sollte.
    Der erste Teil des Vortrags behandelt die gängigen Standards der Fütterung, des Impfverhaltens und der Parasitenbekämpfung. Mechthild Prester zeigt auf, warum diese schädlich fürs Tier sein können und was der aufgeklärte Tierbesitzer stattdessen machen kann.
    Im zweiten Teil geht es um die medizinische Behandlung von kranken Tieren. Die Referentin erklärt die Hintergründe der „Krankheit“ und warum die Bekämpfung der Symptome nicht automatisch eine Therapie der Krankheit bedeutet. Sie geht außerdem auf die Ursachen und den Sinn von Symptomen ein.

 

  • Die Wahrheit über das Training mit Markersignalen Teil 1 & 2
    Ulrike Seumel, Verhaltenstrainerin für Hund und Mensch (nach CumCane®)

    Die Arbeit mit Markersignalen erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit bei Trainern und Haltern der verschiedensten Tierarten. Dennoch wird die Arbeit mit Markersignalen oft als Trainingstechnik zwischen den Extremen "Wattebausch und Konditonierungsautomat" eingestuft. 

    Was verbirgt sich hinter der Arbeit mit Markersignalen wirklich - verschafft sie Mensch und Tier Vorteile oder steckt doch ein Fünkchen Wahrheit hinter dem konditionierten Wattebausch?

 

  • Spuren am Erbgut – negative Folgen der Fehlprägung bei artfremder Tierhaltung
    Dr. Peter Spork, Buchautor, Herausgeber des Newsletters „Epigenetik“

    Die junge Wissenschaft der Epigenetik erforscht biochemische Strukturen an und neben dem Erbgut, die dauerhaft die Aktivierbarkeit von Genen verändern. Diese „Schalter an den Genen“ sind für eine gesunde Entwicklung aller höheren Lebewesen unerlässlich, denn sie bestimmen, wie aus einer einzigen befruchteten Eizelle nach und nach ein komplexes Wesen mit Billionen von Zellen unterschiedlichster Typen und Aufgaben werden kann. Erst die epigenetischen Schalter verleihen einer Zelle ihr typisches Genaktivitätsmuster und bestimmen damit ihre Identität.

    Doch die Markierungen an den Genen können mehr: Weil sie auch als Reaktion auf Einflüsse aus der Umwelt an bestimmte Stellen des Erbguts gelangen, verhelfen sie dem Organismus zu einem bleibenden Gedächtnis für Umwelteinflüsse aller Art: Klima, Stress, Ernährung, Bewegung und vieles mehr wirken sich so direkt auf die innerste Physiologie von Lebewesen aus. Und je nachdem, ob die Einflüsse positiv oder negativ sind, bestimmen sie für den Rest des Lebens mit über Persönlichkeit und Krankheitsanfälligkeit.
    Für die Haltung von Haus- und  Nutztieren haben diese Erkenntnisse eine große Bedeutung, die in dem Vortrag näher erläutert wird.

 

  • Mensch-Sein ist nur möglich im Umgang mit Tieren
    Klaus-Rainer Töllner, Biologe und Autor

    Als unsere Vorfahren aus der Traumwelt erwachten und sich selbst als Ich erkannten, begegneten sie den Tieren als Du, die nun nicht mehr nur Beute und Nahrung waren, sondern Verkörperungen von besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten, welche die Menschen auch in sich selbst erkannten oder die sie sich wünschten. Tiere waren gleichwertige und mächtige Partner.
    Aus der Einsamkeit des Ich wurde die Gemeinsamkeit mit dem Du, und bei allen Gefahren, die von Tieren ausgehen, auch eine Geborgenheit in dieser Welt, in er jedes seinen Platz hat.
    Aus der Erkenntnis von Ich und Du entstanden gleichermaßen die Fragen nach dem Woher und Wohin. Geburt und Tod wurden nun nicht mehr nur als Ereignisse hingenommen, sondern als Stationen in einem großen Kreislauf verstanden, in dem Tiere die entscheidende Rolle spielten. Die besondere Hinwendung zu einer Tierart konnte bis zur Identifikation mit ihr oder auch einem bestimmten Tier führen. So entstand etwa die Vorstellung, der Mensch sei aus dieser Tierart als seinem mythischen Ahnen hervorgegangen und werde nach dem Tod in einem solchen Tier wiedergeboren oder in ihm weiterleben. Das Tier wurde zum Totem der Gruppe oder des Stammes, durch das eine Verwandtschaft oder sogar eine Identität dargestellt wurde. Diese innige Verbindung bestand während der gesamten Alt- und Mittelsteinzeit und in einigen Völkern, die Jäger und Sammler geblieben waren, noch bis ins letzte Jahrhundert.
    Erst in der Jungsteinzeit hat sich das mit der Domestikation verschiedener Tierarten geändert. Nun waren Tiere zwar wertvoller Besitz, den man schützen musste, aber nicht mehr Manifestationen unsterblicher Seelen, die sich auf ihrem Weg auch als Menschen inkarnierten. Die Achtung vor den Tieren als gleichwertige Wesen wandelte sich in ein Machtverhältnis. Zu einigen Tieren, wie vor allem zu Hunden und später Pferden, entwickelten manche Menschen zwar Freundschaftsbeziehungen, andere Tierarten aber verloren ihren Status als Seelenverwandte und wurden zu Nutztieren, die man beliebig ausbeuten und töten konnte, ein Prozess, der bis heute anhält.
    Mehr und mehr definierten sich die Menschen, vor allem des westlichen Kulturkreises, als Herrscher der Natur, wozu sie sich durch den göttlichen Auftrag berufen fühlten: Macht euch die Erde untertan! In diesem Bild nahmen Tiere die Rolle der Beherrschten ein. Auch die Vorstellung von reinen Tieren und unreinen Tieren hat sich damals entwickelt, sie prägt manche Kulturen bis heute. Mit dieser Entwicklung verliert der Mensch sich selbst. Das Tier wird zur Sache, aus den Partnern werden Sklaven, die man beliebig ausbeuten kann, bis hin zur Vernichtung.
    So wie die Begegnung mit den Tieren den Menschen zum Du und damit zum Menschsein führte, wird er nun durch die Missachtung und Diffamierung der Tiere entmenschlicht.
    Der Tod durch Schlachten, früher für jeden allgegenwärtig, wurde vollkommen anonymisiert, Tiere sind zu Verbrauchsgütern geworden, und damit ging der letzte Rest Achtung verloren. Die erbarmungslose Massentierhaltung, die wir nur verdrängt ertragen können, der Hass mancher Menschen, die sich ihre Macht über Tiere durch Quälerei bestätigen müssen oder sie als Mittel für ihre Rache missbrauchen. Nicht weniger quälerisch ist es, ein Tier nicht seiner Art oder Rasse entsprechend leben zu lassen,. All das führt uns weg vom Menschsein zur Unmenschlichkeit. Menschsein gelingt nur mit Tieren.
    Grausamkeit, Leiden und Mord beherrschen unsere Kultur. Die Schreckensschreie der Leidenden können wir unhörbar machen und überhören, aber sie sind in der Welt und sie bleiben in der Welt. Das Echo werden wir nicht verstummen lassen können.
    Auf diesem Weg der Entfremdung sind wir inzwischen weit fortgeschritten. Wir alle haben mehr oder weniger die Achtung vor den Tieren, ja vor dem Leben selbst, verloren, denn wir lassen zu, was nicht sein darf, und laden damit schwere Schuld auf uns. Ohne Tiere und die Achtung vor ihnen und vor dem Leben insgesamt können wir nicht Mensch sein.
    Darüber möchte ich ausführlicher sprechen in meinem Eröffnungsvortrag am Freitagabend.

 

  • Tierimpfung – Anspruch und Realität
    Hans-U. Tolzin, Herausgeber Impfreport 

    Bei den Tierimpfungen haben wir das gleiche grundsätzliche Problem wie bei den Humanimpfungen: Es gibt keine Wirkungsnachweise in Form von vergleichenden Studien zwischen Geimpften und Placebo-Geimpften, die einen gesundheitlichen Vorteil der Geimpften belegen. Auch bei Zulassungsstudien für Tierimpfstoffe sind placebo-kontrollierte Blindstudien notwendig, um eine bewusste oder unbewusste Beeinflussung des Studienpersonals und der auswertenden Experten auszuschließen. Doch im Gegensatz zu den Humanimpfstoffen können bei den Tierimpfstoffen keine ethischen Gründe für die Nichtdurchführung von objektiven Vergleichsstudien angeführt werden.
    Statt vergleichende Placebo-Studien durchzuführen, wird in aller Regel - wie bei den Humanimpfstoffen - nur der sogenannten Antikörpertiter im Blut gemessen. Steigt dieser nach der Impfung in einem als ausreichend angesehenem Maße an, gehen die Impfexperten von einer Schutzwirkung aus. Gleichzeitig können die gleichen Experten jedoch keine wissenschaftlichen Studien vorweisen, die eine tatsächliche Schutzwirkung durch hohe Antikörpertiter belegen. Ebenso gibt es keine Studien, die belegen, dass Mensch oder Tier mit hohen Antikörpertitern gesünder wären.
    Im Gegensatz zu den Humanimpfstoffen gibt es für beobachtete Nebenwirkungen von Tierimpfstoffen in Deutschland keine Meldepflicht. Während die Melderate für mutmaßliche Impfnebenwirkungen in Deutschland meinen Berechnungen zufolge nicht höher als maximal ein Promille beträgt, dürfte die Melderate bei den Tierimpfstoffen noch weit darunter liegen. Die Argumentation der Impfexperten, die geringe Melderate beweise die Harmlosigkeit der Impfungen ist deshalb bei den Tierimpfstoffen noch unsinniger. Die Behauptung, Tierimpfstoffe seien sicher, ist nicht mehr als ein moderner Mythos.

 

  • Wie natürlich ist die natürliche Schiefe des Pferdes?
    Barbara Welter-Böller, Physiotherapeutin und Osteopathin für Pferde und Hunde

    Mit der natürlichen Schiefe des Pferdes muss sich jeder Reiter und Trainer auseinandersetzen. Die meisten Pferde treten mit dem rechten Hinterfuß mehr nach außen am Vorderbein vorbei. Oft ist die Spitze des Hufes dabei nach außen gedreht.

    Das bedeutet, dass in allen diagonalen Fußfolgen, und dies sind in allen 3 Grundgangarten die häufigsten Momente, der Schub des rechten Hinterbeins verstärkt diagonal auf das linke Vorderbein trifft und in seiner Kraft vermindert ist.

    Es ist statistisch erwiesen, dass die meisten Lahmheiten vorne links diagnostiziert werden. Dies scheint die Auswirkung der schwachen und diagonalen Schubkraft hinten rechts zu sein.

    Erklärungen für das Phänomen der natürlichen Schiefe gibt es einige, es „….ist vergleichbar mit der Rechts- oder Linkshändigkeit des Menschen“ (aus „Richtlinien für Reiten und Fahren Band 1, 2012“). Weiter wird die Erddrehung, die Lage des Fohlens im Mutterleib, diskutiert. Die für mich einsichtigsten Ursachen werde ich in meinem Vortrag darstellen und erörtern.

 

  • Giardien, Kokzidien & Co - Welpen artgerecht und gesund aufziehen
    Klaus-Rainer Töllner

    Kaum ist der Welpe aus der Geborgenheit der Gebärmutter entlassen, beginnt für ihn der Krieg. Und damit ist nicht die Auseinandersetzung mit zigtausenden Antigenen gemeint, vor allem den vielen Mikroben, mit denen sich jedes junge Lebewesen schon immer auseinandersetzen musste, sondern der Krieg, der mit chemischen Medikamenten geführt wird, oft vom ersten Lebenstag an.
    Hat ein Welpe das Pech, durch einen Kaiserschnitt das Licht der Welt zu erblicken, oder hatte die Mutter Probleme bei der Geburt, bekommt sie Antibiotika. Der Welpe wird über die Muttermilch sofort damit bombardiert, mit verheerenden Folgen für den Aufbau seiner Darmflora.
    Dann besteht ja auch noch die Gefahr, über die Muttermilch mit Wurmlarven infiziert zu werden. Das wird als Grund dafür angeführt, diese massiv mit Wurmkuren zu bekämpfen, egal, welche möglichen Folgen das haben kann. Bei manchen Welpen wird jede Woche entwurmt, ob Wurmlarven da sind oder nicht.
    Es kommt niemandem in den Sinn, einmal die Frage zu stellen, ob die Natur sich bei der Infektion mit Larven etwas „gedacht“ haben könnte und dass auch Würmer zu den notwendigen Besiedlern des Darms gehören. Immerhin weiß man inzwischen von Menschen in unseren Breiten, die ja nur noch sehr selten mit Würmern infiziert sind, dass sie den Status „wurmfrei“ mit dem Preis vieler Allergien bezahlen. Wer in
    Kategorien des Krieges und nicht der Harmonie und der inneren Balance denkt, vielleicht auch an den Umsatz, muss wohl Krieg führen und wird diese Gedanken für verantwortungslos erklären.
    Ein anderes, sehr bedrückendes Beispiel sind Giardien und Kokzidien. Auch die gehören mehr oder weniger zur Besiedlung, und das Immunsystem aller Welpen muss sich damit auseinandersetzen. Giardien kann man inzwischen bei fast 50 % aller Hunde nachweisen, ohne dass sie krank wären. Sollte ein Welpe Durchfall haben, vielleicht blutigen, verursacht durch diese Einzeller, wird er mit Entwurmungsmitteln und Antibiotika vollgepumpt, häufig mit verheerenden Folgen für ein ganzes Leben.
    Natürliche Wege, die dem Immunsystem des Welpen helfen, mit den Einzellern zurechtzukommen, und die keinen Schaden anrichten, werden gar nicht erst in Betracht gezogen. Am schlimmsten ist der Fall eines topfitten Welpen, bei dem durch eine Kotuntersuchung aber Giardien festgestellt werden. Offensichtlich hat ja ein solcher Welpe, und davon gibt es sehr viele, mit den Giardien Frieden geschlossen, beide leben in Harmonie. Und trotzdem wird nun der Welpe mit Medikamenten malträtiert, weil man die Anwesenheit einer Mikrobe zur Krankheit erklärt. Das ist dann oft der Anfang einer langen Medikamentenkarriere bis hin zu Kortison.
    Was Sie für Welpen durch artgerechte Versorgung tun können, um ihnen ein langes und gesundes Hundeleben zu ermöglichen, darüber werden Sie in meinem Vortrag mehr erfahren.

 

Sonstiges

In Ausnahmefällen kann Ihr Hund gegen Gebühr mit Ihnen im Aqualux übernachten. Im Interesse aller Teilnehmer sollte er entsprechend friedlich im Umgang mit anderen Hunden sein. Und natürlich - insofern Sie ihn mit in die Vortragssäle nehmen - im Stande sein für die Dauer des Vortrages ruhig bei Ihnen zu liegen.

 

Noch Fragen?

Gerne helfen Ihnen Fr. Böhmer und Fr. Volk weiter

 

Anmeldung

Wenn Sie sich anmelden möchten, schreiben Sie bitte per E-Mail an Fr. Böhmer unter Angabe von

- mit wieviel Personen möchten Sie teilnehmen

- wieviele Doppel- und/oder Einzelzimmer benötigen Sie?
- kommen Ihre Hunde mit? Wenn ja, wieviele?

- Ihrer genauen Adresse
Nach Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung. Ihre Buchung wird erst mit Bezahlung der Rechnung gültig. Bitte beachten Sie, dass diese Rechnungen nicht per Lastschrift eingezogen werden können. Eine kostenfreie Stornierung Ihrer Buchung ist bis zum 01.08.2013 möglich. Bei späterer Stornierung müssen wir leider 60 % des Rechnungsbetrages als Stornogebühr in Rechnung stellen.

 

Wir freuen uns auf spannende, interessante Tage und hoffen auch Sie begrüßen zu können.

 

Ihre artgerecht-Redaktion