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Zecken

 

Gemeiner Holzbock

 

Es gibt mehr als 900 Zeckenarten (Ixodida) weltweit, und jede hat sich auf bestimmte Landwirbeltiere spezialisiert. 
Zecken gehören zur Ordnung der Milben (Acari). Wie diese haben sie acht Beine und nicht sechs wie Insekten. Alle Arten sind Blutsauger. Und alle Arten können Krankheiten übertragen. Zecken hat es schon gegeben, als noch die Dinosaurier lebten. Man hat sie im Bernstein aus der Kreidezeit und dem folgenden Erdzeitalter, dem Tertiär, gefunden.


Im Deutschland von heute müssen wir uns mit 20 Zeckenarten auseinandersetzen. Aber nur vier davon werden unseren Haustieren und uns selbst zur Gefahr. Am häufigsten werden Hunde und Katzen von der gemeinen Schildzecke (Ixodes ricinus) befallen, auch gemeiner Holzbock genannt. Auch andere Schildzeckenarten treten recht häufig auf, so die Igelzecke (Ixodes hexagonus), die Schafzecke (Dermacentor marginus) und in den letzten Jahren gehäuft die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Sie überträgt u.a. Babesien, die Erreger der Hundemalaria. Furore machte das, als diese Zeckenart vor einigen Jahren im Raum Berlin-Brandenburg gesichtet wurde, wo sie bis dahin nicht vorkam. Im Mittel- und Oberrheingebiet lebt sie schon seit den 70er Jahren. Sie braucht Sommertemperaturen von 20–22 °C und Niederschlagsmengen über 400 mm pro Jahr.


Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) befällt, wie der Name schon sagt, gerne Hunde; sie kommt vor allem in wärmeren Ländern vor, also vielen unserer bevorzugten Urlaubsländer. Von dort wird sie nach Deutschland eingeschleppt, kann aber auf Dauer hier wegen der kalten Winter nicht überleben.

 

Auwaldzecke



Der EntwicklungszyklusMännchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in der Größe. Die kleineren Männchen brauchen Blut nur, um sich selbst zu erhalten. Der Saugvorgang dauert meist nur wenige Tage. Finden sie kein Weibchen zur Begattung, suchen sie sich neue Wirte, saugen also mehrfach. Die größeren Weibchen brauchen sehr viel mehr Blut, um Eier bilden zu können. Sie saugen nur einmal, und der Saugvorgang kann viele Tage dauern.


 

Haben sich die Zecken mit Blut vollgesogen, lassen sie sich fallen. Die Weibchen legen an geschützten, feuchten Stellen am Boden die Eier ab. Es können, je nach Art, bis zu zwanzigtausend sein. Nach der Eiablage sterben sie. Die Männchen warten, wenn sie zuvor kein Weibchen befruchtet haben, auf den nächsten Wirt und ein Weibchen.


Aus den Eiern schlüpfen Larven, die erstaunlicherweise nur sechs Beine haben. Sie verwandeln sich zum nächsten Stadium, der Nymphe mit acht Beinen. Aus der entsteht dann das erwachsene männliche oder weibliche Tier.
 Auch Larve und Nymphe saugen Blut. Sie sind nur 1–1,5 mm groß. Ihre Wirte sind vor allem Nagetiere. Befallen Sie Hunde oder Katzen, werden sie gerne übersehen. 
Im Stadium der Nymphe können die Zecken sehr kalte Winter überdauern. Sind die Temperaturen aber nicht zu tief, bleiben sie auch über den Winter aktiv. Diese Erfahrung macht man mit seinen Tieren häufiger. Den Nymphen reichen schon drei warme Tage hintereinander mit Temperaturen über 10°C, um aktiv zu werden.



Trockene Wärme ist für Zecken tödlich
Extrem empfindlich reagieren alle Zecken auf Trockenheit, vor allem in Verbindung mit hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung, wie sie im Sommer vorkommen. Folgen nach einer längeren Trockenphase, in der die Zecken nicht aktiv sind, Regentage, werden alle verborgenen Zecken sofort und gleichzeitig aktiv, es kommt zu einer Explosion. Man kann sich danach richten.



 

Zecken können alt werden. Reichlich mit Blut versorgt, überleben sie mehrere Jahre, ja, so kann man lesen, bis zu zehn Jahre ohne weitere Mahlzeit.
Zecke und WirtZecken wandern oft stundenlang über ihren Wirt, bis sie eine günstige, möglichst gut durchblutete Hautstelle gefunden haben. Sie suchen sich bei Hunden und Katzen solche Körperteile aus, die mit Zähnen und Krallen nicht gut erreicht werden können. Durch eigene Beobachtungen konnten wir feststellen, dass sie dunkle Haut- und Haarpartien helleren vorziehen. 


 

Um an das Blut zu gelangen, beißen sie zuerst mit ihren Mundwerkzeugen eine Wunde in die Haut und reißen ein Blutgefäß auf. Das ausfließende Blut wird nun mit dem Saugrüssel aufgesogen. Ihre Mundwerkzeuge erlauben es ihnen, sich fest in der Haut zu verankern. Typisch ist das für den gemeinen Holzbock.

 

Kopf eines gemeinem Holzbocks in Nahaufnahme

 


Damit beim Blutsaugen ihr Steckwerkzeug nicht verstopft und das Blut flüssig bleibt, wird in die Wunde Speichel injiziert, dessen Inhaltsstoffe das Zusammenkleben der Blutplättchen und Entzündungen verhindert. Mit dem Speichel gelangen auch Krankheitserreger in den Körper des Wirtes.

 

So finden Zecken ihre Opfer

Die Annahme, Zecken fielen von den Bäumen, ist nicht richtig. Die meisten Arten sind Kletterer. Sie erklimmen Pflanzen bis etwa zu einer Höhe von 1,5 m und warten dort, indem sie sich mit den hinteren Beinen festhalten. Mit den vordersten Beinen ertasten sie einen vorbeikommenden Wirt, an dessen Haaren (oder bei Menschen an Kleidung) sie sich dann festhalten. So verhalten sich die bei uns relevanten Arten.
 Einige Zeckenarten wandern auch aktiv über den Boden auf der Suche nach Wirten.


Zecken haben ein Organ, mit dem sie Ausdünstungen ihrer Opfer „riechen“ können. Das sind vor allem Milchsäure, Buttersäure, Ammoniak, aber auch das ausgeatmete CO2. Wenn es gelingt, diese Ausdünstungen zu überlagern bzw. von innen heraus zu verändern, ist das die beste Abwehr.
Ihre natürlichen FeindeZecken haben auch natürliche Feinde: Pilze, Fadenwürmer, Schlupfwespen und selbstverständlich Vögel. Wie aktiv die sind, bemerken wir nicht. Sicher ist aber, dass es noch bis vor wenigen Jahren eine Balance zwischen Zecken und deren Feinden gegeben haben muss. Erst in den letzten 20–30 Jahren wurden Zecken zu einem großen Problem und ihre Anzahl vervielfachte sich.



Es wird nirgendwo erwähnt, dass die permanente Vergiftung unserer Landschaft mit Pestiziden die Feinde der Zecken bis hin zu den Vögeln massiv reduziert oder sogar völlig vernichtet hat. Hier dürfte die eigentliche Ursache für die immer größere Zeckenbelastung liegen. Wir Menschen stören, nicht nur hierbei, immer wieder und nachhaltig die Balance der Ökosysteme.
Über diesen Zusammenhang findet man aber nichts, weder in Fachzeitschriften noch im Internet, z.B. bei Wikipedia, auch nicht in Büchern oder sonstwo. Das darzustellen darf wohl nicht sein. „Selbstverständlich“ wird für die Ausbreitung und Vermehrung der Zecken die Erderwärmung verantwortlich gemacht, die muss ja für alles herhalten. Hier sei am Rande eingefügt, dass sich das Klima in vielen Bereichen gewandelt hat, Klima wandelt sich immer. Die durchschnittliche Erwärmung der Erde findet aber seit etwa 15 Jahren nicht mehr statt. Auch darüber findet man in den üblichen Quellen nichts.
Lieber nimmt man billigend in Kauf, dass man sich selbst oder Hunde und andere Haustiere über Zecken mit einer von ihnen übertragenen Krankheit infiziert, z.B. mit FSME oder Borreliose. Es gibt ja Antibiotika und angeblich wirksame Impfungen. Und wenn doch noch nicht, dann sicher bald. Zuerst schaffen wir die Probleme, dann suchen wir die Lösungen. Hauptsache, das Geschäft blüht.
Borreliose und andere InfektionenBei den von Zecken übertragenen Krankheiten denkt man zuerst an Borreliose, verursacht durch das Bakterium Borrelia burgdorferi, das vor allem durch den gemeinen Holzbock verbreitet wird.

 Ständig werden Hunde und Katzen von Zecken befallen und wieder befreit, vermutlich alle Hunde und alle Freigängerkatzen, also in unserem Land an die 20 Millionen Tiere. Vergleicht man nun damit die Anzahl von Hunden, die an einer Borreliose erkrankt sind, ist die minimal. Katzen sind nach heutigem Wissen und unser aller Erfahrung gegen diese Erkrankung immun. Angeblich wirksame Impfungen gegen Borrelien gibt es in Deutschland erst seit wenigen Jahren.

 


Nun sollen ja bis zu 60 % der Zecken, je nach Gebiet, mit den Borrelien infiziert sein, und wenn es stimmt, dass etwa 25 % aller Deutschen Antikörper gegen Borrelien im Blut aufweisen, wie hoch muss dann wohl die Anzahl unserer Hunde und Katzen mit Antikörpern sein? Vermutlich 100 %!! Was bedeutet das? Die Infektion hat stattgefunden, es wurde daraus aber keine Krankheit. Der Körper bzw. seine Immunabwehr hat die Bakterien vernichtet, bevor sie Symptome erzeugen konnten. Und gleichzeitig damit wird immer auch ein Gedächtnis aufgebaut, das dem Körper ermöglicht, bei erneuter Infektion durch eine Zecke sofort die Erreger zu vernichten. Diese Immunität hält mehr oder weniger lange an, je nach Erreger; bei vielen Erregern ein Leben lang. So läuft das bei allen Infektionen ab.
 Hier finden Sie weitere interessante Aspekte (nicht einverstanden bin ich mit der Empfehlung, chemische Spot-Ons einzusetzen!).


Auch solche Texte findet man im Internet und das sogar auf einem Parasitenportal: 
„Nicht geimpfte, natürlich infizierte Hunde besitzen keine schützenden Antikörper. Das bedeutet, sie können sich jederzeit neu infizieren und wieder erkranken.“  


 

Erstaunlich. Was für ein Unsinn! Bei 25 % der Menschen hat man Antikörper gefunden, bei Hunden angeblich keine? Wie haben die vielen Hunde, die bei so vielen Zeckenbissen mit Sicherheit infiziert wurden, den Angriff nur abgewehrt? Ein Wunder. Es ist beschämend, dass so ein Unsinn verbreitet wird.
 Aber: Eine bessere Werbung für Impfungen und das Impfgeschäft durch Verdummung und Panikmache kann es ja wohl nicht geben. Da wird die Gutgläubigkeit und die Unkenntnis der Hundehalter ausgebeutet. Mir wird übel.



Die Ausführungen auf der Seite „Wild und Hund“ und dieser Text hier passen den Impfbefürwortern nun sicher nicht ins Konzept. Es wird mit Impfungen einfach zu viel Geld verdient. Abgesehen mal davon, dass es berechtige Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung gegen Borrelien gibt, haben Impfungen immer auch Nebenwirkungen und keineswegs ungefährliche. Lesen Sie hier auch den Artikel über Impfungen von Frau Dr. Garbers. Immerhin gibt es hin und wieder auch kritische Fachleute, so auch unter den Tierärzten, die diese Meinung teilen.


Symptome einer akuten Borreliose bei Hunden
Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, erhöhte Temperatur, geschwollene Lymphknoten, Gelenksprobleme, Lähmungen.
Borreliose, auch Lyme-Borreliose oder Rückfallfieber genannt, tritt bei einmal erkrankten Hunden, also solchen mit den genannten Symptomen, immer wieder auf. 


 

Behandlung
Dazu können Sie so etwas im Internet finden:
„Eine Borreliose beim Hund wird mit Antibiotika behandelt. Der Hund sollte sie mindestens 30 Tage erhalten. In der Regel geht es dem Tier bereits nach ein bis zwei Tagen besser. Da die Erreger nur schwer vollständig abzutöten sind, ist es empfehlenswert, die Behandlung vier bis fünf Mal alle drei Monate zu wiederholen.“


Grauenhaft! Man mag sich gar nicht die Folgen einer solchen Behandlung vorstellen. Alle Antibiotika haben gefährliche Nebenwirkungen, vor allem, wenn sie so lange gegeben werden sollen. Mit Sicherheit führt das zu einer totalen Zerstörung der Bakterienbesiedlung aller Schleimhäute, vom Darm bis zur Nase und den Augen, und gleichzeitig zur Förderung resistenter Keime und Pilze, die sofort die frei gewordenen Plätze nutzen. Viele Hunde haben durch Behandlungen mit Antibiotika ihre Seh- und Hörfähigkeit eingebüßt. Auch die Riechfähigkeit dürfte häufig darunter leiden.


Warum ist die Behandlung so schwierig? Borrelien können unter Stress, wozu auch Medikamente gehören, ihre Form in Dauerstadien umwandeln und sich in Zellen und Geweben verstecken. Man kann sie deshalb nur erreichen, wenn man eine Phase erwischt, in der sie ihre Verstecke verlassen haben, sich vermehren und ausbreiten. Darum geht es, aber die Empfehlung, immer wieder Antibiotika einzusetzen, ist viel einfacher und gewinnträchtiger. Sie ist aber eben auch ruinös.


Ich kenne keinen einzigen Fall, bei dem diese Behandlung nachhaltig geholfen hätte. Kennen Sie einen? Dann teilen Sie das doch bitte unserer Redaktion mit. Wir sind begierig darauf. Auch die Misserfolge würden wir gerne mitgeteilt bekommen.



 

Impfung gegen Borreliose
„Die Ständige Impfkommission für Veterinärmedizin (StIKo Vet.) rät zur Borreliose-Impfung.“ Auch das finden Sie im Internet. Na, großartig. Auf welche wissenschaftlichen Studien die sich beziehen, finden Sie im Internet aber nirgendwo, auch nicht beim PEI (Paul-Ehrlich-Institut).



Überall wird nur die Wirksamkeit behauptet. Die zu behaupten ist auch nicht sehr schwierig, da Hunde allemal nicht sehr häufig an Borreliose erkranken. Aussagekräftig wären die Behauptungen erst dann, wenn genau festgestellt würde, dass alle geimpften Hunde (es sollen angeblich zwei Millionen sein), nicht an Borreliose erkrankt sind, wohl aber die ungeimpften. Solche Angaben und Zahlen habe ich aber nirgendwo gefunden. Darüber schweigt man sich aus. Auch müsste man die Erkrankungsraten vor Zulassung der Impfungen und danach vergleichen. Auch hier Fehlanzeige. Zweifel an der Wirksamkeit der Impfungen sind also angebracht.
Wieder gilt: Impfungen sind ein Riesengeschäft, und das, wenn möglichst viel Panik verbreitet wird, mit steigender Tendenz.

FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis
Nur jede 5te bis 100ste Zecke ist mit diesen Viren infiziert.
Der Name der Krankheit weist schon darauf hin, dass vor allem neurologische Störungen auftreten, wenn es zur Erkrankung kommt. FSME ist eine üble Krankheit, nicht nur bei Menschen, auch bei Hunden oder Pferden, wenn sie denn auftritt. Aber das geschieht bei Tieren nur äußerst selten. 
Bekannt ist, dass etwa 30 % aller Hunde, vereinzelt auch Pferde, Antikörper gegen das Virus entwickelt und demnach bereits eine Infektion überstanden haben. Katzen sind, soweit man weiß, immun.

 

Symptome der FSME
Die Viren befallen die Hirnhäute. Erkrankte Hunde haben deutlich erhöhte Temperatur, was auf einen heftigen Abwehrkampf hindeutet. Es kommt zu Krampfanfällen und auch Lähmungen. Typisch ist eine extreme Schmerzempfindlichkeit im Kopf- und Nackenbereich. Die Krankheit endet häufig tödlich.
Die Vitalität von Hunden, die eine akute Erkrankung überstanden haben, bleibt meist ein Leben lang beeinträchtigt.  

 

Behandlung
Bisher gibt es weder eine spezifische Therapie noch eine Impfung gegen FSME. Was für ein Eingeständnis. Aber das wird sich gewiss noch ändern, obwohl diese Krankheit nur äußerst selten auftritt. Das Geschäft ist einfach zu verlockend. Sieben Millionen Hunde bzw. deren Besitzer, und dann auch noch viele Pferdebesitzer sind die potentiellen Kunden. Die Wirksamkeit ließe sich bei so geringer Anzahl von Erkrankungen noch weniger beweisen als bei der Borreliose. Und Panik lässt sich ja mit jeder möglichen Krankheit verbreiten.
Weitere Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können

 


Die folgenden Erkrankungen seien hier nur erwähnt, werden aber nicht ausführlich besprochen.



 

Ehrlichiose


Sie wurde aus dem Mittelmeerraum eingeschleppt, wo sie sehr häufig vorkommt. Bei Ehrlichien handelt es sich um Bakterien, die vor allem über die Braune Hundezecke, vielleicht auch durch Mücken, auf Hunde übertragen werden. Sie befallen Granulozyten, eine Fraktion der weißen Blutkörperchen, wodurch die Immunabwehr massiv geschwächt wird.


Symptome sind Abgeschlagenheit, Fieber, Blutungen, Erbrechen. Der Hund magert ab. Behandelt wird mit Antibiotika.



Canine Anaplasmose
Diese Erreger sind verwandt mit den Ehrlichien, also auch Bakterien; sie kommen vor allem in Mittel- und Nordeuropa vor. Wie Ehrlichien befallen sie Granulozyten, also weiße Blutkörperchen und schwächen so die Immunabwehr massiv.


Babesiose – Hundemalaria
Babesien sind Einzeller, also keine Bakterien. Auch sie kommen aus dem Mittelmeerraum und haben sich inzwischen in einigen Gebieten Deutschlands ausgebreitet. Babesien sind weitläufig verwandt mit Plasmodien, den Erregern der Malaria und verursachen auch ähnliche Symptome. 
Viele verschiedene Symptome können auftreten. Befallen und zerstört werden die Roten Blutkörperchen mit der Folge einer Anämie. Es kommt zu einer deutlich erhöhten Temperatur (Hinweis auf eine starke Abwehrreaktion), Leber- und Nierenschäden, häufig dunkel gefärbtem Urin, Schwellung der Milz und der Lymphknoten, Entzündungen der Schleimhäute, Bewegungsstörungen bis hin zu epileptischen Anfällen. Wegen der Zerstörung der Erythrozyten wird der Körper nur noch mangelhaft mit Sauerstoff versorgt, es kommt zu Atemnot und gleichzeitig zur Übersäuerung des Organismus.

Welche Hilfen gibt es aus der Natur?
Man darf hoffen, dass Extrakte aus dem Einjährigen Beifuß die Erreger der Babesiose besiegen können, wie sie es schon bei der Malaria und anderen parasitären Lebewesen getan haben. Dafür bekamen 2015 William Campbell, Satoshi Omura und Youyou Tu einen Nobelpreis.


Vor allem Babesien, aber auch alle anderen genannten Erreger, reagieren vermutlich empfindlich auf MMS/CDS, von dem Sie vielleicht schon gehört haben.

 

Bei allen aufgeführten Erkrankungen, insbes. bei Babesiose, aber auch bei Borreliose, hat eine Kombination von Extrakten aus dem Einjährigen Beifuß und der Kardenwurzel geholfen.


 

Immer sollten bei einem belasteten Körper Stoffwechselendprodukte und Giftstoffe vorsichtig ausgeleitet werden. Das erreicht man am besten mit dem Wirkstoffkomplex Sylimarin aus der Mariendistel und ausleitenden Kräutern. Die Mariendistel als Samen oder Kraut wirkt nicht, auch nicht das Öl!

Welche Möglichkeit gibt es, Zecken abzuwehren?


 Giftige chemische Spot-Ons? Giftige Tabletten? Was soll man davon halten? Wenn alle diese Mittel so ungefährlich wären, wie behauptet wird, warum sind sie nicht für Menschen zugelassen?

 


Viele haben erlebt, wie schlecht es ihren Tieren nach der Verabreichung von chemischen Mitteln erging. Die meisten dieser Mittel wirken über das Blut, vergiften also mit dem aufgenommen, gifthaltigen Blut die Parasiten. Um an das giftige Blut zu gelangen, müssen die erst stechen und saugen. Damit kann also eine Infektion mit den hier genannten Erregern nicht vermieden werden.


 

Hier finden Sie einen ausführlichen Artikel über das Mittel Bravecto. Auch über andere chemische Abwehrmittel, ihre Wirkungen und Nebenwirkungen, werden wir Sie im Laufe dieses Jahres auf dieser Seite informieren. 
Wenn geholfen werden kann, dann durch Abwehr der Zecken oder auch Mücken.


Vor einigen Jahren fand ein Schüler im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ heraus, dass Schwarzkümmelöl Zecken fernhält. Es ist wohl der darin enthaltene Anteil an ätherischen Ölen, der die Ausdünstungen verändert. Darauf müssen Sie achten. Raffiniertes Schwarzkümmelöl, ohne diesen Anteil an ätherischen Ölen, kann deshalb nicht funktionieren.
 Geben Sie eine Woche lang täglich das Öl, danach jeden dritten Tag. Weitere Hilfe bieten Kokosöl, Geraniol oder auch Neem, mit dem das Fell eingerieben werden muss. So vermeiden Sie chemische Gifte.

Klaus-Rainer Töllner

Informieren Sie sich auch auf diesen Seiten, aber seien Sie kritisch! Es ist nicht alles richtig, was hier geschrieben steht.



 

http://www.windhunde-sind-jagdhunde.de/wsj-ehrlichose.pdf


http://parasitologie.vetmed.uni-leipzig.de/sites/default/files/ESCCAP-Guideline-VBD-04-2011.pdf


http://www.agtiere.de/haustier-impfungen/impfung-hunde/

http://haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/

 

Bildnachweis

Gemeiner Holzbock: H. Krisp (Eigenes Werk) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Auwaldzecke: I, Accipiter [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Kopf eines gemeinen Holzbocks: Richard Bartz, Munich Makro Freak (Eigenes Werk) [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons