Bienen, Honig, Pollen

Bienenkönigin und Arbeiterinnen auf einer BrutwabeWenn man durch bunte Blumenwiesen spaziert oder reitet, ist man niemals alleine. Man wird begleitet von Vögeln, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten.

Bienen und Hummeln summen und sammeln Nektar und Pollen. Die Kräuter produzieren Pollen und Nektar in einem Überschuss, der die zahlreichen Insekten anlockt, damit sie für die Bestäubung sorgen. Die Bienen nehmen den Botenlohn, also den energiereichen Nektar und den eiweißreichen Pollen. Damit sichern sie den Bestand ihres Stockes. Sie ernähren damit die Königin, die Brut und die im Stock tätigen Bienen und legen Honigvorräte an.

Der Bienenstaat ist sehr komplex organisiert, und er funktioniert deswegen so gut, weil alle ihren speziellen Beitrag dazu leisten. Die besondere Bedeutung der Bienen für die Bestäubung liegt darin, dass sie blütentreu sind. Eine Biene bleibt meist bei der Blütenart, mit der sie am Tag begonnen hat, sie entwickelt daran die für diese Blütenform optimale Erntetechnik. Durch ihre Blütentreue sind die Bienen die besten Befruchter und ihr Beitrag zu unserer Ernährung lässt sich gar nicht hoch genug bewerten.

Ein blühendes Rapsfeld kann von den meisten Bienen eines Stockes besucht werden, einige besuchen neben dem Feld Löwenzahn, Schaumkraut, Gundermann oder was dort sonst gerade blüht.

Sie ernten dort wohl eher weniger als ihre Kolleginnen im Raps, aber das spielt keine Rolle, entscheidend im Interesse des Bienenvolkes ist die Vielfalt an Pollen und Nektar, und diese Vielfalt macht die Gesundheit und Vitalität der Königin und des ganzen Staates aus.
Der Imker spricht diese verschiedenen Blütentrachten als Bienenweiden an. Die blühenden Kräuter mit ihrem hohen Anteil an Pollen und Nektar sind aber ein wichtiger Ernährungsaspekt für alle Weidetiere. Darum ziehen sie doch gerade in der Zeit des größten Blütenangebots ihre Jungen groß. Nektar und pollenreiche Kräuter sorgen für eine gute Milchbildung, sie unterstützen Mutter und Fohlen mit einer Vielfalt an essentiellen Aminosäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Die natürlichen Heilkräfte des Honigs werden leider immer weniger genutzt. Das liegt daran, dass Honig in Deutschland ein Lebensmittel ist, und zu Lebensmitteln dürfen keine gesundheitsbezogenenen Aus­­sagen gemacht werden. Die medizinischen Honige, die seit einiger Zeit aus Neuseeland kommen, wurden durch Bestrahlung mit Gammastrahlen keimfrei gemacht, sie unterliegen dem Arzneimittelgesetz und können mit Heil­aussagen versehen in der Apotheke erworben werden.

Wir wollen aber Gesundheit und Ernährung gar nicht voneinander trennen, das halten wir von vorneherein für ausgeschlossen.
Wenn die Weide unserer Pferde eher einem Golfrasen als einer bunten Wiese gleicht, können wir durch die Ergänzungen mit Kräutern, Honig und Pollen eine naturnahe Ernährung sicherstellen und eine wunderbare vitalisierende und immunstimulierende Wirkung erzielen.

Manfred Heßel


Vitalstoff-Cocktail Blütenpollen


Pollen unter dem MikroskopDie Inhaltsstoffe der Blütenpollen variieren sehr stark je nach der gesammelten Blütenart. Blütenpollen enthalten alle 20 Aminosäuren, also die essentiellen und nicht essentiellen. Sie sind reich an den Vitaminen A, C, D. Enthalten ist der gesamte B-Komplex incl. Biotin und Folsäure.

Wichtig sind auch die antioxidativen Stoffe wie Flavonoide und Rutin, dazu kommen Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Chlor, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Schwefel, Silizium, Zink und andere. Von großer Bedeutung sind zahlreiche Enzyme, Hormone, Wachstumsstoffe und natürliche antibiotische Substanzen. Blütenpollen-Körner sollten von gelb bis lila gemischt sein, so bunt wie eine Blumenwiese.


Bildnachweise

Bienenkönigin und Arbeiterinnen auf einer Brutwabe
Pollen unter dem Mikroskop
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01.09.2017

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