Impfen

Wahrheit oder Wahnsinn?

„Gut durchgeimpfte“ Haustiere zu besitzen, vermittelt den meisten Tierhaltern ganz offensichtlich große Sicherheit. Das Gefühl und das Gewissen sind beruhigt. Als Tierhalter hat man scheinbar alles Wesentliche veranlasst, um seine Schützlinge vor gefährlichen – und ungefährlichen – Erkrankungen zu bewahren. So wird Tierhaltern zumindest von vielen Tierärzten glauben gemacht. Und der Erinnerung an die „fällige“ Impfung auch hier und da durch eine Postkarte auf die Sprünge geholfen.
Bei Zweifeln der Tierhalter funktioniert das Prinzip Angstmachen im Übrigen ausgezeichnet.

„Keine Gefühlsregung beraubt den Geist so sehr seiner Handlungsfähigkeit und seiner Vernunft wie die Angst“, so der irische Philosoph Edmund Burke (1729 – 1797).

Folglich kann man sich – selbst bei bester Absicht – kaum aus dieser Handlungskette lösen.

Kenntnisse über die Wirkung von Impfungen und über immunologische Zusammenhänge sind hilfreich, um sich als Tierhalter aus dieser geistigen Abhängigkeit zu befreien und den Weg in die Selbstverantwortung zu finden!

Daher im Folgenden einige Gedanken zur Infektionstheorie als Basis der heutigen Impfpraxis, zur Immunologie und zu Antikörpern.

Infektionstheorie

Bereits seit über 150 Jahren wird dieser Theorie allgemeine, unangefochtene Gültigkeit unterstellt. Obwohl es sich eher um eine Hypothese, d. h. um eine unbewiesene Behauptung handelt, legitimiert ausschließlich diese Infektionstheorie immer noch das heutige Impfgeschehen.

Was besagt diese Theorie?


Erkrankungen entstehen aufgrund von Infektion durch Erreger, wie z. B. Bakterien, Viren, Pilze. Diese gelangen von außen in den Körper und schädigen ihn. Überdies werden die Begriffe Infektion und Ansteckung meist in einen Topf geworfen und quasi gleichgesetzt.

Aber ist ein Abszess in der Zahnwurzel – das ist eine Infektion – gleichzeitig auch ansteckend?

Was spricht nun gegen diese Theorie?


Bereits in der Antike gab es alternative Erklärungsmodelle für Krankheiten, z. B. die Säftelehre, auch Humoralpathologie. Diese Lehre begründete die Entstehung von Krankheiten mit einem gestörten Körpermilieu. Eine sehr fortschrittliche Denkweise zur damaligen Zeit, in der sonst Geister und Dämonen als Krankheitsursachen das Bild beherrschten. Von Seiten der Kirche galt Krankheit bekanntlich als Strafe Gottes. Eine berühmte Anhängerin der Säftelehre war Hildegard von Bingen (1048 – 1179).

Außer Balance geratene Körpersäfte als Ursache für Krankheiten sind nicht in Einklang zu bringen mit der Infektionstheorie, also der Vorstellung, dass Erreger durch die Lüfte schwirren, in den Organismus eindringen und ihn krank machen oder gar töten.

Jedoch mit Erfindung des Lichtmikroskops im 17. Jahrhundert konnte man die „Krankheitsübeltäter“ dingfest machen. Die Luftkeimtheorie verfestigte sich in den Köpfen der Wissenschaftler, Politiker, Ärzte und Kirchenvertreter. Führend war hier der deutsche Mediziner und Mikrobiologe Robert Koch (1843 – 1910) als Entdecker des Tuberkulose-Erregers. Sein wissenschaftlicher Mitstreiter auf französischer Seite hieß Louis Pasteur (1822 – 1895).

Diese beiden Forscher nahmen damals maßgeblichen Einfluss auf Politik und Pharmaindustrie und etablierten letztendlich die Infektionstheorie.

An dieser wäre vermutlich nicht zu rütteln gewesen, hätte es nicht den französischen Mikrobiologen und Arzt namens Antoine Béchamp (1816 – 1908) gegeben … Dieser Forscher konnte einen ständigen Gestaltwechsel der Bakterien nachweisen – je nach Änderung des Körpermilieus. Oder auch je nach Schwächung des Wirtsorganismus.

Béchamps Entdeckung stieß auch im 20. Jahrhundert auf großes wissenschaftliches Interesse, nämlich bei dem bedeutenden Forscher und Biologen Günter Enderlein, der die Entwicklung und Gestaltveränderungen von Bakterien sehr detailliert beschrieb.

Und ein weiterer Wissenschaftler auf deutscher Seite, der bayerische Chemiker und Hygieniker Max Josef Pettenkofer (1818 – 1901), schwamm in der damaligen Zeit  „gegen den Strom“: Anlässlich seiner Kontroverse mit Robert Koch über die Ursache der Cholera schluckte Pettenkofer eine Kultur von Cholera-Bakterien! Und erkrankte unerwarteterweise nicht.

Aber: Damals wie heute passten bzw. passen diese wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungswerte offenbar nicht in das Konzept der Pharmaindustrie, der Wissenschaft, der Regierung. Auch heutzutage fürchten diese Institutionen die Entkräftung der Infektionstheorie: Ein Industriezweig bräche zusammen mitsamt Milliardengewinnen!

Spezifisches Immunsystem


Zur Erinnerung: Gemäß der Infektionstheorie kommen Erreger durch die Lüfte geflogen, attackieren Mensch und Tier, dringen in den Körper ein und  befallen Zellen, machen krank oder töten. Der Organismus weiß sich zu wehren. Er erkennt die Eindringlinge als Fremdlinge und erzeugt eine Immunantwort. Und diese sieht – stark vereinfacht – so aus:

Eine bestimmte Gruppe der weißen Blutkörperchen, die B-Lymphozyten oder auch B-Zellen, werden bei Erregerkontakt aktiviert und produzieren erregerspezifische Antikörper (Immunglobuline). Daher spezifisches Immunsystem. Diese Antikörper reagieren mit dem jeweiligen Erreger nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Sie erkennen bestimmte Oberflächenstrukturen der Eindringlinge und passen mit ihrer eigenen Struktur wie ein Schlüssel in das Schloss. Die Zerstörung der Erreger wird eingeleitet.

Gleichzeitig werden sogenannte B-Gedächtniszellen gebildet, die Informationen über den Erreger speichern. Die sind sogar noch Jahre später bei erneutem Erregerkontakt abrufbar.

Nebenbei: Warum dann die vielen Auffrischimpfungen bei unseren Pferden, Hunden und Katzen? Versagen da regelmäßig die B-Zellen?

Das Impfprinzip macht sich diesen speziellen Abwehrmechanismus zunutze: Man spritzt abgeschwächte oder tote Erreger oder Teile davon in den Körper und täuscht ihm damit eine Infektion vor. Der Organismus reagiert mit der Bildung von schützenden spezifischen Antikörpern. Gedächtniszellen „erinnern“ sich später an den Erreger, können sofort eine große Anzahl Antikörper produzieren und so einen Angriff abwehren.

Das spezifische Immunsystem muss – anders als das unspezifische, auf das ich gleich zu sprechen komme – nach der Geburt erlernt und trainiert werden. Die von der Thymusdrüse geprägten T-Zellen unterscheiden zwischen körperfremden (Antigene) und körpereigenen Strukturen. Sie identifizieren also die Antigene. Als zytotoxische T-Zellen vernichten sie die von ihnen als gefährlich eingestuften Fremdkörper oder greifen als T-Helferzellen vermittelnd und regulierend in die ablaufende Immunreaktion ein: T-Helferzellen stimulieren beispielsweise die B-Zellen zur Antikörperproduktion. Die Unterscheidungsfähigkeit zwischen gefährlichen und harmlosen Erregern „erlernen“ die T-Zellen durch Erregerkontakte und Infektionen!

„Fest steht jedoch, für die Abwehr von Viren sind diese T-Zellen wichtiger als die Antikörper.“ (Hartmann 2012): Eine Aussage, die auf die zu relativierende Wirksamkeit von Impfstoffen abzielt.

Unspezifisches Immunsystem


Und warum besitzen Mensch und Tier eine Hülle aus Haut und riesige Schleimhautoberflächen (Mund, Rachen, Magen, Darm, Lunge) im Innern des Körpers?

Unter anderem, weil diese Strukturen die erste Verteidigungslinie darstellen bei der Abwehr von Bakterien, Viren, Pilzen, Einzellern. Hier spielen Fresszellen, Makrophagen, natürliche Killerzellen und die dendritischen Zellen eine enorm wichtige Rolle.

Sie bilden das unspezifische Immunsystem, das angeboren ist und deshalb von Geburt an funktioniert. Es macht ca. 90 % der gesamten Abwehrleistung des Körpers aus! Entsprechend beruhen nur 10% der Abwehrkraft des Immunsystems auf der Antikörperbildung …

Zudem gibt es vielfältige Interaktionen zwischen den Abwehrzellen des unspezifischen und des spezifischen Immunsystems: Zu nennen sind beispielsweise die dendritischen Zellen, die in der Haut und in den Schleimhäuten vorkommen und quasi „Vermittler“ zwischen diesen beiden Formen des Immunsystems sind. Sie aktivieren die T-Lymphozyten und leiten deren Immunantwort ein. Diese T-Zellen spüren gefährliche Erreger auf und stimulieren die B-Lymphozyten, die wiederum die Antikörper produzieren. Das alles wird bei Impfungen nicht berücksichtigt.

Das Dilemma: Impfstoffe werden direkt ins Blut oder in die Muskulatur gespritzt und umgehen damit den größten Teil der genannten Abwehrmechanismen!

Wirksamkeitsnachweis

Warum haben dennoch die Antikörper diese zentrale Bedeutung für das Impfgeschehen?

Weil sie zum alleinigen Kriterium für den Wirksamkeitsnachweis von Impfungen erklärt wurden! Nur darum geht es: Die deutsche Zulassungsbehörde für Impfstoffe, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), orientiert sich ausschließlich an der Höhe des Antikörper-Titers, um die Wirksamkeit der jeweiligen Impfung festzustellen.

Den Tierhaltern und zu impfenden Menschen wird erzählt: Je mehr Antikörper gegen einen bestimmten Erreger im Blut nachweisbar sind, desto größer ist der Schutz vor der jeweiligen Infektionskrankheit. Nach dem Motto: Je häufiger ein Tier geimpft wird, desto gesünder bleibt es? In Anbetracht der Zusammensetzung von Impfstoffen mit giftigen Adjuvanzien („Hilfsstoffen“) ist diese Assoziation einfach nur absurd. Antikörper im Blut zeigen nur, dass das Tier irgendwann einmal Kontakt mit dem Erreger hatte. Das ist alles!

Wie aussagekräftig ist dieser Antikörper-Titer für die Schutzwirkung von Impfungen?

Etliche Beispiele aus dem humanmedizinischen Bereich belegen, dass die Höhe des Antikörpertiters nichts über die Schutzwirkung durch Impfung aussagt:

„Auch bei vielen Tetanuserkrankten ist zum Zeitpunkt der Erkrankung ein hoher Antikörpertiter nachweisbar, was immer wieder auf den verschiedenen Tetanus-Konferenzen große Fragen aufwirft.
Nach der derzeit gängigen Antigen-Antikörper-Theorie hätten diese Menschen nicht erkranken dürfen …“
(Petek-Dimmer 2006).

Und sogar die STIKO (Ständige Impfkommission) gibt zu, dass selbst durch eine Antikörperbestimmung keine zuverlässige Aussage über Vorhandensein oder Fehlen von Impfschutz möglich sei!

Und zu guter Letzt: Beleuchten wir die „Wissenschaftlichkeit“ von Impfstudien, so kommen wir eher zu einem vernichtenden Ergebnis. Im Gegensatz zu Medikamentenprüfungen, die als placebokontrollierte Doppelblindstudien durchgeführt werden, wird in Impfstudien auf diese Kontrolltests verzichtet. Begründung: Aus ethischen Gründen will man dem Probanden (Mensch und auch Tier!) den Impfschutz nicht verwehren.

Dies scheint doch eine abstruse Argumentation zu sein – und gesundheitlich sehr bedenklich: Angesichts umstrittener Zusatzstoffe in vielen Impfstoffen (Aluminium, Quecksilber, Formaldehyd, Öl-Wasser-Gemische usw.) und gentechnischer Herstellungsverfahren ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Impfstoffen offenbar überhaupt nicht bekannt.

Nebenwirkungen

Tierärzte sind verpflichtet, alle Verdachtsfälle von Impfstoffnebenwirkungen an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zu melden. Das geschieht aber offenbar nur in seltenen Fällen. Wie auch, wenn die plausiblen zeitlichen Rahmen zwischen einer Impfung und einer später beobachteten unerwünschten Reaktion nur für einige wenige Beispiele überhaupt diskutiert und definiert worden sind (s. Hartmann 2012)?

Kein Tierhalter – und eben leider auch kaum ein Tierarzt – erkennt einen möglichen Zusammenhang zwischen Impfung und den ersten Symptomen einer Erkrankung bei einem Zeitintervall von beispielsweise 6 Monaten oder gar einem Jahr und länger! Und daraus wird dann geschlossen, dass keine Impfschäden bei unseren Tieren auftreten.

Im Humanbereich gilt das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) inzwischen als Prototyp einer impfvermittelten autoimmunen Komplikation (Hartmann 2012). Beim GBS handelt es sich bekanntlich um entzündliche Veränderungen bzw. Schädigungen der peripheren Nerven.

Könnten nicht Erkrankungen wie z. B. Ataxie bei Pferden (und auch bei Hunden und Katzen)  ihre Ursache in – auch lange zurückliegenden – Impfungen haben? Und zwar aus folgendem Grund: Als Ursache der Ataxie wird eine Schädigung des ZNS (Gehirn und Rückenmark) vermutet. Nun können peripheres Nervensytem und ZNS aus funktioneller Sicht jedoch nicht starr voneinander abgegrenzt werden. Es bestehen klare anatomische Verbindungen.

Symptome beim Pferd wie häufiges Wegrutschen der Hinterhand können natürlich ursächlich zusammenhängen mit Blockierungen der Wirbelsäule. Aber könnte diese Bewegungsstörung bei jetziger Kenntnis des GBS nicht auch in entzündlichen Prozessen der peripheren Nerven und plötzlich auftretendem Schmerz begründet sein?

Hier müsste, wie immer, erst einmal das Gegenteil bewiesen werden!

Zumal das GBS als offiziell anerkannter Impfschaden nach dem Bundesgesundheitsblatt gilt (Erkrankungen, bei denen ein Kausalzusammenhang mit einer Impfung evident oder überwiegend wahrscheinlich ist), und zwar u. a. nach Tetanus-Impfungen und Influenza-Impfungen – den beiden gängigsten Impfungen bei Pferden. (http://www.impfschaden.info/impfschaeden-allgemein.html).  

Weitere vermutete Impfschäden: Hirnschäden, Headshaking bei Pferden, epileptische Anfälle bei Hunden und Katzen, Impfsarkome nicht nur bei Katzen, sondern auch bei Hunden, Allergien (Husten, Heustauballergie, Hautallergien, Ekzeme) bis zum anaphylaktischen Schock und die ganze Palette an Autoimmunerkrankungen mit ihren mannigfaltigen Symptomen.

Das Fazit von Rolf Schwarz (Schwarz 2012):

„Bereits diese beiden Punkte: Fehlende Aussagekraft des Antikörper-Titers sowie fehlende Doppelblindstudien, sind für das Argumentationsgebäude der Impfbefürworter vernichtend.“ 

Fazit

Impfungen bewirken eine Überstimulierung der humoralen Abwehr (Antikörperbildung) bei Vernachlässigung der zellulären Abwehr des unspezifischen Immunsystems. Echte Immunität kann es so offensichtlich gar nicht geben. Das Immunsystem gerät vielmehr aus der Balance mit der Folge von überschießenden Reaktionen (s.o.).

Und noch ein weiterer Aspekt: Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen (wie den Forschungen von Thomas Bosch, Universität Kiel) ist die Aufgabe des Immunsystems nicht ausschließlich auf die Abwehr von Erregern beschränkt.

„'Unsere Analyse der Immunabwehr hat zu einem Paradigmenwechsel im Verständnis der Bedeutung des Immunsystems geführt', hält Bosch fest. Das Immunsystem ist nicht länger nur ein Abwehrsystem, sondern es organisiert die Kommunikation mit Mikroben im Körper und hält ihn im Gleichgewicht.“ (dfg-magazin)

Wie sich wiederum Impfungen auf diese sensiblen Wechselwirkungen, auf dieses fein aufeinander abgestimmte „immunologische Orchester“ auswirken, maße ich mir nicht an, zu beurteilen. Aber bereits der gesunde „unwissenschaftliche“ Menschenverstand bietet hinlänglich Antworten.

Dr. Frauke Garbers, Biologin

Quellen


Hartmann, Klaus Impfen, bis der Arzt kommt. Wenn bei Pharmakonzernen Profit über Gesundheit geht. Herbig, München 2012

Petek-Dimmer, Anita Kritische Analyse der Impfproblematik. Bd.I. Verlag AEGIS, Schweiz 2006

Schwarz, Rolf Impfen – eine verborgene Gefahr? Verlag Peter Irl, Buchendorf bei München 2012

10.10.2018

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